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Wissenschaftliche Studie über Fleischverzicht zeigt Erstaunliches

Rotes Fleisch ist gesund

Geradezu bösartig wird zuweilen behauptet, rotes Fleisch erhöhe das Risiko von Darmkrebs. Dass dem nicht so ist, zeigt eine Studie aus England auf. Gerade das Gegenteil sei der Fall. Vegetarier seien einem signifikant höheren Risiko ausgesetzt als die Allesesser. Damit ist einmal mehr die ausgewogene Ernährung in den Vordergrund gerückt.

 

Ob rotes oder weisses Fleisch - gesund ist es allemal und gut obendrein. Diese Erkenntnis ist in der Fleischbranche tief verankert, wird aber durch allerhand Gegnerschaften des Fleischgenusses immer wieder attackiert. Es hat sich nun herausgestellt, dass einer dieser Angriffe geradezu frevlerischer Natur war, weil er auf einer gesundheitsorientierten Unwahrheit gründete. Die Rede ist vom erhöhten Risiko für Darmkrebs durch den Konsum von rotem Fleisch.

 

Man kann es einem Konsumenten oder einer Konsumentin kaum verübeln, dass eine solche Theorie zu Verunsicherung bis hin zur Fleischabstinenz führen kann. Denn kaum ein Alltagskriterium wird so ernst genommen wie ein gesundheitliches Bedrohungspotenzial. Fundierte und deshalb wohlgemeinte Warnungen sind nicht nur legitim, sondern erwünscht. Demgegenüber sind fälschlich und gezielt kolportierte Warnsignale nur perfid. Das Märchen vom roten Fleisch und dem damit verbundenen erhöhten Darmkrebsrisiko steht hierfür als eindrückliches Beispiel.

 

Verschiedenartige Wahrnehmungen

Irgendwie vermochte sich der Eindruck in Teilen der Gesellschaft zu etablieren, wonach Vegetarier aufgrund ihrer einseitigen Ausrichtung der Ernährung auf Obst und Gemüse durch ein längeres Leben belohnt würden. Angesichts dieser Tatsache passt es dort überhaupt nicht ins aktuelle Bild, wenn die Darmkrebstheorie plötzlich umgekehrt zu verstehen sein soll. So ist die aus England stammende Studie von ganz besonderer Aussagekraft, weil sie aufzeigt, dass nicht der Fleischkonsum, sondern der Fleischverzicht zu markant erhöhtem Darmkrebsrisiko führt. Ferner unterscheide sich die Gesamtsterblichkeit von Vegetariern und Allesessern (mit ausgewogener Ernährung) nicht. Auch diese Tatsache entkräftet anders lautende Theorien und wird in den relevanten Kreisen kaum als populär wahrgenommen.

 

Wie unterschiedlich solche wissenschaftlichen Erkenntnisse wahrgenommen und kommuniziert werden, zeigt eine vor rund zehn Jahren durchgeführte amerikanische Studie, die von einer erhöhten Sterblichkeit bei Essern roten Fleisches berichtet hatte. Diese Meldung fand durch internationale Magazine (z. B. «Spiegel») und grosse Zeitungen («Washington Post») den Weg in die Öffentlichkeit hinein und dies mit Wiederholungen. Auf diese eher problematische Weise der Wissensvermittlung entsteht die Gefahr, dass das rote Fleisch per se als schädlich wahrgenommen wird. Und dies im klaren Widerspruch zur Tatsache, dass es dank seiner hohen Effizienz als Lieferant von Eisen, Selen und zahlreichen anderen Spurenelementen sowie raren Vitaminen den Status der Unverzichtbarkeit verdient.

 

Tendenziöse Übungsanlage?

Es liegt in der Natur der zeitgenössischen Kommunikation, dass destruktive Nachrichten in der Regel einen grösseren wirtschaftlichen Nutzen nach sich ziehen als positive. Deshalb ist es auch attraktiver, das rote Fleisch unter einen negativen Nimbus zu stellen. Das ging zuweilen so weit, dass eine Unterscheidung von Rot- und Weissfleischessern gemacht wurde, um den Nachteil des Fleisches von Kalb, Rind und Schwein noch zusätzlich zu akzentuieren. Für den weissen Typus wurde nicht nur das Geflügel, sondern auch die Sparte Fisch mit einbezogen. Und Fisch geniesst bekanntlich den Ruf, der Krebsprävention förderlich zu sein und vorteilhaft auf kardiologische Relevanzen Einfluss zu nehmen.

 

Schenkt man einer öffentlich publizierten kritischen Betrachtung Glauben, so wurden in dieser amerikanischen Studie die Testpersonen zur Ermittlung der gesundheitlichen Auswirkungen beim regelmässigen Genuss roten Fleisches nach zweifelhaften Kriterien rekrutiert. Die betreffenden Teilnehmer waren von Beginn weg übergewichtig, rauchten häufiger, trieben wenig Sport und nahmen weniger Obst, Gemüse und Ballaststoffe zu sich. Wen wundert's, dass für rotes Fleisch unter solchen Vorgaben kaum von vorteilhaften Resultaten die Rede ist.

 

Grünzeug & Co. sind auch wichtig

Es ist das Prinzip der Vegetarier besonders der Veganer, Fleisch in der Ernährung zu meiden. Die Verfechter des ausgewogenen Essens hingegen sind in ihren Gewohnheiten absolut konziliant und agieren deshalb für sich selber gesundheitsfördernd. Sie brauchen sich keinen unnötigen «Vorschriften» auszusetzen und können durchaus mit dem Bewusstsein leben, dass Grünzeug, Nüsse und Getreide nebst Fleisch einer Notwendigkeit entsprechen. Die mannigfaltig gedeckte Tafel bietet -gewissermassen als willkommener Begleitumstand - den Vorteil des kompletten und somit höheren Genusses beim Essen. Für die « freien» Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet «essen» deshalb weit mehr als blosse Nahrungsaufnahme. Allein dieser Freiheit gebührt gegenüber der schroffen Einschränkung nach vegetarischer Usanz ein gesundheitlicher Pluspunkt. Denn Lebensqualität nimmt zweifellos Einfluss auf die persönliche Gesundheit.

Es würde einem «Allesesser» schon aus Gründen konsequenten Denkens nicht einfallen, die pflanzlichen Komponenten zu disqualifizieren, nicht zu reden von der Tatsache, dass der Verzicht darauf gesundheitliche Nachteile generieren würde. Vom kulinarischen Defizit gar nicht zu reden, denn Fleisch allein ist auf die Dauer wohl auch nicht erstrebenswert.

 

Das Kapitel Darmkrebs

Die oben kurz erwähnte Ermittlung des Gesundheits- bzw. Gefahrenpotenzials von rotem Fleisch in den USA brachte die fatale Erkenntnis zutage, dass die Häufigkeit von Darmkrebs mit Priorität in diesen Zusammenhang zu stellen sei. Solche Nachrichten wirken nachhaltig, weil die um ihre eigene Gesundheit besorgten Konsumentinnen und Konsumenten desto leichtgläubiger werden, je plakativer sich eine Gefahr darstellen lässt. So ging schnell einmal die Mär um die halbe Welt, wonach der Konsum von rotem Fleisch die Gefahr für Darmkrebs merklich erhöhe.

 

Eine weit objektivere und viel fundamentaler angestellte Untersuchung in Europa hätte noch rechtzeitig korrigierend zu wirken vermocht. Die Rede ist von der sogenannten EPIC-Studie, der grössten vorausschauenden Studie in Europa. Die Abkürzung steht für European Prospective Investigation Into Cancer And Nutrition. Seit 1994 wurden Untersuchungen zu Zusammenhängen zwischen Ernährung und chronischen Krankheiten angestellt. Aus zehn europäischen Ländern stellten sich rund 500 000 Freiwillige zur Verfügung. Diese immense Zahl von Studienteilnehmerinnen und -teilnehmern wurde anfänglich zu ihrem Lebensstil und den Ernährungsgewohnheiten befragt. Zudem erfolgte eine medizinische Untersuchung.

 

Aus diesem reichhaltigen Fundus wartete man gespannt auf die eingehenden Erkenntnisse. Diese waren, aus der Optik der Fleischanhänger, eher ernüchternd, wurde doch tatsächlich ein Zusammenhang von Fleischkonsum und Darmkrebs eruiert. Andrerseits konnte für Fischkonsum eine Verringerung des Darmkrebsrisikos ermittelt werden. Die Ursachennachforschung für diese Phänomene haben allerdings keine definitive Klarheit geschaffen, sondern lediglich Vermutungen. Diese sind dafür recht interessant.

 

Die Risikoerhöhung durch rotes Fleisch wird der erhöhten Aufnahme von Eisen zugeschrieben, just dem Element, welches für die Blut-Logistik des menschlichen Organismus von hohem Wert ist. Neben dieser fundamental wichtigen Funktion des Eisens könne es, so mutmassen die Wissenschafter, die Bildung von schädlichen «Nitroso-Verbindungen» fördern. Wir gelangen damit in den Bereich der Grilltheorien, wonach die mit Nitritsalz hergestellten Würste krebsfördernd wirken könnten. Hierfür wiederum wäre ein Tageskonsum von etwa 100 Cervelas während zehn Jahren erforderlich, um vielleicht krebserregend wirken zu können. Hieraus wird bereits erkennbar, wie theoretisch und klein der Einfluss möglicherweise sein kann. Diese Winzigkeit steht alsdann der kolossalen Wirkung von Medienberichten gegenüber, selbst wenn einige davon sogar ganz behutsam abgefasst worden sind. Das Missverhältnis zwischen Ursache und Wirkung ist deshalb eklatant, ja unrealistisch.

 

Im Wissen, dass Krebs immer eine «multifaktorielle Erscheinung» ist, steht fest, dass das Auftreten einer Krebskrankheit nicht einfach dem Fleischkonsum zugeordnet werden darf. Will man den homöopathisch kleinen Anteil des roten Fleisches am Krebseinfluss überhaupt erwähnen, so gehört gleichzeitig der Hinweis dazu, dass Fleischesser in der Regel auch Fischesser sind. Und Fisch wirkt wegen des Gehalts an Omega-3-Säuren in Bezug auf die Gefahr vorteilhaft kompensierend.

 

Zieht man noch in Betracht, dass das Darmkrebsrisiko der Vegetarier um rund 40 Prozent höher ermittelt wurde, als dies für Fleischesser der Fall ist, so wird jedes belastende Argument gegen rotes Fleisch obsolet.

 

Ausgewogene Ernährung und Bewegung

In der abschliessenden Beurteilung gelangt man einmal mehr zu der längst bekannten und immer wiederkehrenden Konklusion.Ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Früchten, Nüssen, Getreide sowie ausreichend Fleisch und Fisch bietet die zuverlässige Grundlage für Gesundheit. Diese Komponenten allein wären nicht ausreichend. Die tägliche körperliche Bewegung ist unverzichtbar.

 

Angesichts der Tatsache, dass Alkohol, Rauchen, Alltagsstress und belastende Umwelteinflüsse viel direkter auf die gesundheitlichen Voraussetzungen der Menschen Einfluss nehmen, ist der Genuss von Fleisch jeder hierzulande gängigen Gattung nicht nur legitim, sondern empfehlenswert. Die mannigfaltigen Beilagen sorgen dann für die Ausgewogenheit.

 

Wer Fleisch isst, tut etwas für seine Lebensqualität - und wer die Lebensqualität pflegt und geniesst, lebt gesünder. En Guete mit Fleisch

 

 

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