Home     |     Infos     |     Dienstleistungen     |     Rezepte     |     Galerie     |     Kontakt 

Ein Klassiker im Gewürzregal

Seit mehr als 3000 Jahren nutzen die Menschen die Samen und die frischen Blätter des Korianders zum Würzen und in der Medizin. Besonders als Zutat vieler Fleisch- und Fischgerichte ist die Pflanze nicht mehr wegzudenken.

 

Curry ohne Koriander? Für die asiatische Küche wäre das unvorstellbar. In pulverisierter Form sind die Samen des Korianders jedoch nicht nur eine wichtige Zutat von Currymischungen, auch vielen Chutneys verleiht das Gewürz ein süßliches Aroma. Hierzulande ist der Koriander besonders in der Weihnachtszeit unverzichtbar. Kein Lebkuchenrezept kommt ohne ihn aus, und er ist ein gängiges Brotgewürz.


In der Küche gibt es für Koriander zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Die Samen sollten dabei erst direkt vor ihrem Gebrauch zermahlen oder zerstoßen werden, da sie sonst sehr schnell ihr Aroma verlieren. Samen, die in einer Pfanne kurz angeröstet werden, entwickeln zudem einen ganz besonders intensiven Geschmack. Ganze Koriandersamen gibt man zu Fischmarinaden und Fleischbeizen dazu. Die Blätter des Korianders verleihen Fisch, Fleisch, Salaten, Suppen oder Reisgerichten eine frische Würze. Sie haben ein süßes, zitronenähnliches Aroma und einen kräftigen Nachgeschmack. Die frischen Blätter eignen sich daher auch zum Verfeinern von Soßen und Dips.


Die thailändische Küche verwendet auch die gehackten Wurzeln des Korianders, zum Beispiel um Suppen zu würzen. Beim Kochen sollten frische Korianderblätter immer erst am Ende des Garprozesses dazugegeben werden, da sie sehr hitzempfindlich sind und sonst ihr Aroma verloren gehen würde. Auch bei der Herstellung von scharfen Schnäpsen und Kräuterlikören wird Koriander als Zutat genutzt. Aus den Samen wird außerdem ein ätherisches Oel für die Parfümherstellung gewonnen.


Schon vor mehr als 3000 Jahren war Koriander ein fester Bestandteil in der Küche und der Medizin. Vermutlich brachten ihn arabische Händler zu den Ägyptern, die das Gewürz vor allem als Heilpflanze nutzten. Noch heute hilft Koriander gegen Appetitlosigkeit, wirkt krampflösend und durchblutungsfördernd. Außerdem würzten die Ägypter ihre Gerstenfladen damit und legten den Koriander in Wein ein, um die berauschende Wirkung des Alkohols zu verstärken. Die Griechen würzten mit ihm ihre Fisch- und Fleischgerichte und der Römer Apicius veröffentlichte im 1. Jahrhundert nach Christus ein Kochbuch mit 70 Korianderrezepten.


Der Name Koriander leitet sich vom griechischen Wort „kòris" ab, das Wanze bedeutet. Viele Menschen scheint der Geruch der frischen Blüten an das ungeliebte Insekt zu erinnern. Deshalb trägt das Gewürz auch den Spitznamen Wanzenkraut. Koriander ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütengewächse und wird 60 bis 90 Zentimeter hoch. Er mag warme, mäßig trockene Standorte sowie leichte, kalkhaltige und sandige Böden. Seine Blütezeit ist von Juni bis Juli. Ab August sind die Samen erntereif.


Der Koriander - ein Doldenblütler

Pflanze: Sie hat zahlreiche feine, verzweigte Triebe und wird bis zu 90 Zentimeter hoch.

Blätter: Die grundständigen Blätter haben eine breite Form, die oberen sind feingefiedert.

Blüte: Die Blüten des Korianders sind weiß bis rötlich und ein bis zwei Zentimeter lang.

Samen: Sie sind kugelig bis eiförmig. Wenn sie sich braun färben, sind sie erntereif.


Die größten Erzeuger von Koriander

Koriander stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum. Inzwischen Ist die Pflanze auf der ganzen Welt verbreitet. Die größten Erzeugerländer sind: Indien, Marokko, Kanada, Rumänien, Russland und die Ukraine.