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Alles Schoggi bei den Osterhasen?

Was kommt Ihnen in den Sinn beim Wort "Ostern"? Osterhasen? - Schoggi-Osterhasen sind köstlich! Doch bei den "richtigen" Hasen, den Kaninchen, ist nicht alles Schoggi.

 

1 Million Kilogramm Käfigfleisch

Mehrere Ladenketten, Metzgereien und Gastrocenter, aber vor allem viele Restaurants führen Käfig-Kaninchenfleisch im Angebot. Jährlich landet über eine Million Kilogramm auf Schweizer Tellern. Importiert aus Italien, Frankreich und Ungarn.

 

Raten Sie mal!

Wie viele Hoppelsprünge kann ein Kaninchen in einem Kaninchenstall machen?

 

Einzelhaft in kleinen Ställen

Kaninchen halten ist beliebt. Denn Kaninchen sind niedliche Tiere. Doch oft werden sie schlecht gehalten. Hunderttausende Kaninchen fristen in landwirtschaftlichen Haltungen, als Heimtiere oder in der Rassezucht ein trauriges Dasein in Einzelhaltung in kleinen Ställen. Viele Kaninchen müssen sich mit einer Fläche von einem Viertel Quadratmeter begnügen. Mehr als ein Hoppelsprung liegt nicht drin. Das wäre, wie wenn ein Mensch mit 4m² auskommen müsste (also ein ganzes Leben im WC oder in der Besenkammer).

 

Käfigfleisch aus dem Ausland

Das Tierschutzgesetz schreibt als minimale Fläche für ein 3 Kilogramm schweres Kaninchen nur einen halben Quadratmeter vor. Leider orientieren sich viele Kaninchenhalter an diesen Minimalmassen anstatt an den Bedürfnissen der Tiere. Und oft erfüllen die Kaninchenställe nicht einmal diese Minimalvorschrift! Noch schlimmer ist die Haltung in ausländischen Käfigbatterien, woher ein grosser Teil des in der Schweiz konsumierten Kaninchenfleisches stammt. Schäden am Knochenbau, Verletzungen an den Pfoten und Verhaltensstörungen sind die Folgen der tierquälerischen Ministall- oder Käfighaltung. In der EU ist die Käfighaltung zur Kaninchenfleisch-Produktion Standard. Platz pro Tier: eine A4-Seite.

 

Kaninchen brauchen Bewegung

Kaninchen sind Gruppentiere, die viel Bewegung und Beschäftigung benötigen. Sie brauchen frische Luft und natürliches licht. Regen mögen sie nicht, ertragen aber Kälte gut. KAGfreiland, die schweizerische Nutztierschutz-Organisation, setzt sich dafür ein, dass Kaninchen artgerecht gehalten werden. Und artgerecht heisst: im Freien hoppeln.

 

Das ist artgerechte Kaninchenhaltung

- Keine Einzelhaltung: Kaninchen mindestens zu zweit halten (kein Meerschweinchen). Falls Nachwuchs nicht erwünscht, nur weibliche Tiere oder Weibchen zusammen mit kastrierten Männchen halten.

- Genügend Platz und Strukturen: 6m² für zwei Kaninchen. Auslauf auf der Wiese gewähren. Im Stall verschiedene Ebenen, Verstecke (z.B. Röhren) schaffen. Aggressives Verhalten führt so nicht zu Verletzungen.

- Vielfältiges Futter: Nicht nur Kaninchenfutter, sondern auch Heu und Äste zum Benagen der Rinde. Statt Gras im Stall füttern, besser die Tiere auf die Wiese lassen. Sauberes Gemüse, wenig trockenes Brot. Sauberes Wasser!

- Achtung Krankheiten: Sauberkeit ist wichtig, besonders für Jungtiere! Genügend Stroh, regelmässig misten, Ställe hin und wieder auswaschen. Bei Freilandhaltung: Tiere auf wechselndem Wiesenstück grasen lassen.

- Der Fuchs kommt: Gehege so einrichten, dass Kaninchen nicht ausbrechen und Raubtiere nicht eindringen können.